Einschätzung des Ergebnisses der Kreistagswahl Optimismus trotz Stimmenverluste - Die drei wichtigsten Wahlziele erreicht
In einem Pressegespräch haben sich Frank Lortz, Vorsitzender der Kreispartei, Bernd Abeln, Fraktionsführer der CDU Fraktion im Kreistag, Paul Scherer, Spitzenkandidat der CDU im Wahlkamf und Landrat Oliver Quilling über die Einschätzung des Ergebnisses der Kreistagswahl geäußert.
Trotz deutlicher Verluste sieht die CDU im Kreis Offenbach mit ihren 37,6 Prozent Wählerstimmen noch ein respektables Ergebnis. Die Analyse der CDU förderte nicht nur bundespolitische Einflüsse, sondern auch eigene Fehler zutage. Als nach wie vor stärkste Fraktion im neuen Kreistag will die CDU die bisherige große Koalition fortsetzen. Lesen Sie hierzu den Auszug aus dem Bericht der Frankfurter Neuen Presse
Zwölf Prozent Abstand
Drei wesentliche Wahlziele seien erreicht worden, so Frank Lortz: Mit einem Abstand von zwölf Prozent vor der SPD sei die CDU erneut stärkste politische Kraft im Kreistag geworden. Auch habe man erneut eine rot-grüne Mehrheit – wie bereits in vielen Kreisen Hessens geschehen – verhindern können. Schließlich seien erneut die Voraussetzungen dafür geschaffen worden, nach den «guten Erfahrungen mit der verlässlichen und soliden großen Koalition» diese in der neuen Periode fortzusetzen. Die Politik von Landrat Oliver Quilling habe eine Mehrheit erhalten.
Die CDU sei zukünftig mit 33 Abgeordneten vertreten, zudem würden noch 4 Christdemokraten Mitglieder des ehrenamtlichen Kreisausschusses. Doch insgesamt, so Frank Lortz, «sind wir nicht zufrieden», obwohl die CDU in 10 von 13 Kreiskommunen die stärkste Kraft sei, während die SPD lediglich in Mainhausen und Mühlheim und die Grünen in Egelsbach dominiert hätten. Bei der Bürgermeisterwahl in Rödermark habe der CDU-Kandidat Norbert Rink einen Achtungserfolg gegen den mit hoher Reputation versehenen Wahlsieger Roland Kern (Andere Liste/Grüne) errungen. Insgesamt werde im Kreis Offenbach der vor 34 Jahren begonnene erfolgreiche Weg der CDU als prägender politischer Kraft fortgeführt.
Bernd Abeln vorgeschlagen
Die Fraktion werde in einer Klausursitzung am 8. und 9. April konstituiert. Für die Fraktionsführung werde erneut Bernd Abeln und für den Kreistagsvorsitz wiederum Paul Scherer vorgeschlagen. Abeln zeigte sich erfreut, die bislang «gute Arbeit fortsetzen» zu können. Landrat Oliver Quilling hob hervor, dass nun Konsolidierung und Fortsetzung begonnener Projekte mit einer überparteilich zu gestaltenden Politik auf der Tagesordnung stünden.
Der Kreisvorstand strebt nun die Fortführung der Großen Koalition an. Hierzu wurde bereits am Mittwochabend eine Verhandlungskommission gebildet, der neben Frank Lortz auch Oliver Quilling, Bernd Abeln, Paul Scherer und die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger angehören. Der Kreisverbandsausschuss der CDU soll als kleiner Parteitag am 28. April den Entwurf eines Koalitionsvertrages präsentieren, so dass nach der Konstituierung des Kreistages am 4. Mai die Arbeit der Koalition fortgeführt werden könne.
Frank Lortz kündigte an, dass noch im Lauf der neuen Legislaturperiode der Generationswechsel in der Fraktion eingeleitet werden soll. «Die 30- bis 40-Jährigen müssen nun vernünftig eingebunden werden», sagte Frank Lortz. Beispiele für die personelle Verjüngung bis zur Kreistagswahl 2016 seien der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses, Volker Horn (Seligenstadt), der Erste Stadtrat in Neu-Isenburg, Stefan Schmitt, der stellvertretende Vorsitzende der Kreistagfraktion, Jörg Rotter (Rödermark) sowie Stefan Jaud (Rodgau).
aktualisiert von Clemens Jäger, 01.04.2011, 12:25 Uhr |